Europe Tour 2009 with Red Alert
10 days, 4 countries:


In English, please!





Do, 23.04.09


Wir starteten am Donnerstag den 23.04.09 gegen 16:00 mit 2 Bussen von Stuttgart aus nach Rom durch. Mit dabei waren im einen Bus Fabi, Davor, Karl und Marion, die uns ab und zu beim Fahren ablösen sollte, öfters mal Merch machte und uns als Band schon zuvor oft supportet hat.
Im anderen Bus befand sich Matze aka Keule vom Kiez, der das Schiff steuern sollte und auch einige Erfahrungen als Fahrer für Bands wie Toxpack, Spider Crew usw. auf diversen Touren mitgebracht hatte, Lars und Uli von Hasscontainer, die diese Tour gemanaged, sowie unsere neue Scheibe „Ready for love“ im März 2009 rausgebracht haben, die selbstverständlich mit im Gepäck war und ich, Smily, der als Beifahrer, Kippendrehmaschine für Matze, Bordcomputer und DJ fungierte.



Red Alert (UK), auf die wir uns schon sehr freuten, sollten sich später auch noch in unseren Bus einfinden, doch mit denen und Gimp Fist (UK), die auf die Schnelle gleich auch noch von Hasscontainer für das Liberation Fest gebucht wurden, trafen wir uns dann erst in Rom.
Die Fahrt selbst nahm ca. 14 Std. unserer kostbaren Lebenszeit in Anspruch, aber es sollte sich lohnen…




Fr, 24.04.09

Kamen nun gegen 06:30 total fertig und durchgepeitscht an unserem Quartier in Rom an,
waren aber guter Dinge, denn heute noch werden die Produzenten der Froide schon auf der Bühne des Liberation Festes stehen, welches Damiano von Payback (IT) mit ein paar Mitstreitern organisiert hatte.



Das Haus, welches wir bezogen, war wohl früher mal besetzt und jetzt offiziell legal. Eine Riesenhütte mit einer gewaltigen Terrasse, inmitten eines Wohngebietes im zentralen Rom. Von außen etwas angenagt, aber von innen top!



Bewohnten dieses Haus für die Zeit unseres Aufenthalts zusammen mit Gimp Fist und später auch mit Red Alert, die zu diesem Zeitpunkt aber noch im Hotel untergebracht waren.
Packten uns dort also erst mal ab und machten uns nachmittags, nachdem wir uns fresh gemacht hatten, auf den Weg zur Location das CSOA La Strada, in dem wir aufspielen sollten. Wie uns Damiano berichtete kam es dort wohl schon am Vortag zu einigen Ausschreitungen mit Nazi-Skins. Sind ne gute Crew wenn’s um so was geht, also machten wir uns darüber weniger Sorgen und außerdem hatten wir ja Matze, der den sagenhaften
Ostsee-Verdunklungs-Hammer beherrschte, der schon so manchen Spinner zu Fall brachte, Karl The Slaughter und natürlich mich, The Iron Fist Smily, hierzu später noch mehr.
Haben also als 2. Band gegen 21:30 gespielt, was ziemlich früh war, da noch 4 weitere Größen, wie die sensationellen Bull Brigade (Ex- Youngang), oder Bonemaschine spielen sollten, aber unsere italienischen Brüder keinesfalls davon abbrachte uns schön abzufeiern und in gelegentlichen Pogo auszubrechen. Unser „Alerta Alerta Antifascista“- Ruf bei unserem Song „Bonehead“ klang hier durch die ganze Halle und kam sehr gut an. Obgleich das schon oft irgendwelchen deutschen Grauzonen-Langweilern übel aufstieß, sind wir hierrauf sehr stolz und stehen auch im Ausland dazu Antifaschisten zu sein, die Antifa zu supporten und klare Grenzen zu ziehen, so fuck off!



Red Alert und Gimp Fist habe ich schon während unseres Auftritts von der Bühne aus
im Publikum beim Mitwippen erwischt und im Anschluss begrüßte man sich erst mal recht herzlich und freute sich über das erneute und langersehnte Zusammentreffen der 2 britischen Bands und uns. Das Festival wurde von ca. 600 Leuten heimgesucht und wir (PDF) bekamen verdammt viel positives Feedback.



So fand man sich auf der Tanzfläche bei Bull Brigade wieder ein und scheute keine Mühen den Pogo komplett ausarten zu lassen.
Feierten bis ca. 06:00 morgens den erfolgreichen Auftritt und machten uns nun zusammen mit Gimp Fist auf den Weg zu unserem Quartier. Red Alert gingen vorerst in das für sie vorgesehene Hotel, aus dem sie aber schon am nächsten Morgen wieder rausfliegen sollten, hehe!




Sa, 25.04.09


Wie eben schon erwähnt mussten Red Alert ihre Hotelzimmer aufgeben, da sie sich wohl gut daneben benommen hatten und bei uns miteinquartiert werden, was Lars und Uli als Tourmanager sehr aufregte und nach Zurechtweisung schrie, wie die Briten auch einsahen. Hier entstand nun auch Lars sein neuer Spitzname „The Strangler from Rome!“



Wir verbrachten parallel dazu die Zeit mit Gimp Fist zusammen am Zirkus Maximus und am Kolosseum mit etwas Sightseeing.
Abends dann baute Uli erneut unseren gemeinsamen Merchstand auf, um unsere neue Scheibe wie ein Virus in Rom zu verbreiten und gute Tauschgeschäfte mit anderen Merchern einzugehen.
Der Auftritt von Gimp Fist war spitze, wie nicht anders zu erwarten und stieß ebenfalls auf positive Resonanz. Steve „The Iron Man“ und die Anderen von Red Alert,
Dickie (Leatherface) an der Bassgitarre, Mick (Loudmouth) an den Drums und
Neil (Angelic Upstarts) an der Gitarre, waren zu diesem Zeitpunkt schon absolut zugeknallt und meiner Meinung nach schon bettfertig und weniger bereit noch als Headliner aufzutreten, was auch Damiano so langsam Sorgen zu bereiten schien.
Die sagenumwobenen Briten sollten uns aber heute Nacht vom Gegenteil überzeugen und uns zeigen wo der Hammer hängt.
Leck mich am Jackson! Was war dass denn für eine geile Show?
Während diesem Auftritt ist spürbar nicht nur mir das Herz aufgegangen,
als Red Alert hier in Rom eine Punkrockshow hinlegten, mit der keiner gerechnet hätte
und trotz Extremsuff auch noch alle Songs sauber gespielt hatten.
Steve fiel während der Show ein paar mal um, so dicht war der, und als ihn die Leute dazu anfeuerten wieder aufzustehen und nicht im Liegen weiterzusingen, was er dennoch gut konnte, erwiderte er dies ganz locker und obercool mit einem einfachen „shut up, i’m pissed!“



währenddem die Anderen ihre Instrumente weiterspielten.
Als Lars, der sich schon links hinter der Bühne positioniert hatte, nun unserem guten Steve aufhalf und ihn wieder aufrecht hinstellte, war die Stimmung im Publikum nun am Überkochen und der ganze Laden applaudierte.
Ich selbst habe ja schon einige Punkrockshows auf dem Buckel, aber dieser sensationelle Gig rückt definitiv in meine persönliche Top Ten vor.



Haben uns im Anschluss noch richtig schön aus dem Leben geschossen, wie es uns nach diesen unumstritten erfolgreichen Tagen in Rom auch gebührt hatte und als ich kurz mit Angelica Zigaretten holen war, musste Neil, der Schlingel, gleich mal an meinen Fingern riechen [...]
Zufriedenheit machte sich unter unseren 3 Combos und den Tourmanagern breit,
die sich jetzt schon entschlossen hatten bis zur Abfahrt nach Cremona (Nord-Italien)
auf ihren Schlaf zu verzichten, um diesen Moment noch so lang es geht auszukosten.




So, 26.04.09



Währenddem ich und die Anderen uns noch so 3-4 Std. Schlaf eingeholt hatten, waren Lars und Uli, wie schon angekündigt, morgens um 09:00 immer noch wach und freuten sich über den guten Verlauf der ersten Shows.
Haben unsere Bleibe dann noch etwas aufgeräumt, um sie wieder in einem annehmbaren Zustand zu hinterlassen. Während dem Aufräumen fand ich ein Bier, mit dem ich mir gleich mal Steve’s Herz eroberte, er meinte „Smily, you’re a diamond!“
Karl mussten wir mit einem Megafon wecken und selbst dass hat 10 Min. gedauert,
bis er dann endgültig aufstand.
Verabschiedeten uns nun von Gimp Fist, die gegen Abend dann wieder abreisen sollten und machten uns so gegen 10:30 mit Red Alert zusammen auf den Weg nach Cremona, wo uns die nächste Show erwartete.
Blöderweise fiel uns in Cremona erst auf dass wir unsere Fußmaschine für’s Schlagzeug und unseren Werkzeugkoffer (Koffer der Froide) leider in Rom liegengelassen hatten.
Damiano versicherte uns aber das Zeug zur nächsten Payback-Show in Deutschland mitzubringen und da sich alle Veranstalter gut kümmerten, stellte dies auch kein wirkliches Problem dar.
In Cremona beehrte uns dann noch Marco von Klasse Kriminale mit seinem Besuch und unsere Shows selbst, also beide, verliefen recht zufriedenstellend und wurden schön gefeiert.



Freilich waren hier nicht mehr als 50-60 Leute zu erwarten, es war ja schließlich auch Sonntag, aber die Stimmung war beachtlich gut.
Untergebracht waren wir hier im Hotel, was wir aber leider nicht länger als ca. 6 Std. auskosten konnten, da es am nächsten morgen schon wieder weiter nach Kroatien zur nächsten Show gehen musste.




Mo, 27.04.09


Als einer der Letzten, auf den die Anderen noch warteten, gönnte ich mir noch eine schnelle Dusche im Hotel und löste irgendwie, wodurch auch immer einen Feueralarm aus, der das Hotelpersonal ins Schwitzen brachte. Noch nackt, stehend unter der Dusche, klingelte auf einmal ununterbrochen das Telefon und man klopfte wie wild an meine Tür. Das Handtuch umgewickelt und noch halbnass öffnete ich die Tür und musste der Frau von der Rezeption versichern dass in meinem Zimmer nichts brennt. Den Hörer des Telefons, welches immer noch ununterbrochen klingelte, nahm ich bei der Gelegenheit auch gleich ab und musste die Hotelchefin noch beruhigen.
Gegen 8:00 ging es dann los ins schöne Kroatien nach Split.



Der lange und beschwerliche Weg bis dorthin war geprägt von herrlichen Berglandschaften und der Weg am Meer entlang versüßte uns diese Ochsentour sehr.
Auf einer steil durch die Berge verlaufenden Strecke kam dann der erste Schock,
Fabis Bus kackte ab, der Motor war überhitzt und die Belüftung am Arsch.
Mussten also erst mal pausieren und den Motor abkühlen lassen.
Die Tour drohte nun erstmals ernsthaft aus den geplanten Fugen zu geraten.
Ich erklärte Steve und den anderen das Problem, was sie recht locker hinnamhen,
Steve meinte nur „Smily, we’re Red Alert, we don’t care!“



Nach ca. einer halben Std. Abkühlzeit entschlossen wir uns erst einmal weiterzufahren ohne den ADAC anzurufen. Ungefähr 150 km vor Split kam die nächste Überraschung. Diesmal kackte unser Bus ab, indem er kein Gas mehr annahm, was wohl auf einen Defekt an der Zündspule zurückzuführen war und wir mussten erneut anhalten.
Das Ganze wiederholte sich im weiteren Verlauf der Tour noch 3-4 Mal, aber durch die relativ kurzen Erholphasen der Zündspule, bzw. des Motors, überwunden wir auch dieses Problem.
In Split am Club Kocka angekommen erwartete uns ein mehr als warmer Empfang.
Auch diese Jungs und Mädels haben sich richtig auf uns, im Paket mit Red Alert, gefreut
und auf der Show selbst bewegte sich der ganze Laden. Es waren ca. 50-60 Leute anwesend,
die allerdings feierten wie 300, ich schwör!



Die Aftershowparty zog sich bis etwa 05:00 morgens. Die komplette Küche wurde gesmasht, Stühle flogen durch die Luft und laute Fußballhymnen klangen durch die weitläufige Location, in der auch 600 Leute locker Platz gehabt hätten.
Der Veranstalter selbst fand diesen Zustand nicht so schlimm und erzählte uns dass es da wohl am Wochenende oft um einiges schlimmer aussehe und eigentlich jedes Mal irgendwas repariert werden müsse.
Matze und ich standen etwas unter Strom, da wir manchmal die Situation nicht so ganz einschätzen konnten, Handschuhe und andere Gerätschaften lagen aber wie immer bereit und Lars pöbelte fleißig rum, was für ein Abend!



Steve habe ich, in einem etwas versteckten dunklen Raum neben der Bühne, aus seiner eigenen Kotze gehoben, ein Stockwerk höher mitgeschliffen und ihn zu Dickie, Mick und Neil ins Schlafzimmer gebracht.
Einen letzten Blick in die Küche geworfen, staunte ich doch ein wenig über das Resultat dieser ausartenden Aftershowparty. Vom Küchentisch war nichts mehr übrig, überall waren Blutflecken, da wohl einer unserer kroatischen Brüder in ein paar herumliegende Glasscherben gefasst hatte und Essensreste schmückten die Wände.
Im Übrigen konnte man sich auf diesem Stockwerk nur noch im Schlittschuhlauf fortbewegen.
So etwas nenn ich ne gelungene Party, in der materielle Dinge keine Rolle mehr spielen und mal jeder so richtig aus sich rauskam.
Nachdem sich unsere kroatischen Freunde nun entschlossen hatten eine Etage tiefer weiterzufeiern, ging ich dann langsam mal ins Bett.




Di, 28.04.09


Machten uns gegen 10:00 auf den Weg nach Graz (Österreich) zur nächsten Location,
die etwas mehr Erholung versprechen sollte.



Kurz vor der österreichischen Grenze fragte mich Steve „hey Smily, do you know Fritzl?“
ich antwortete ihm „yes, mate, what a crazy case!“ und er meinte nur „no, he’s a good guy,
he loved his daughter”, worauf unser Bus mal wieder in lauthalses Gelächter ausbrach.
Ich schlug Lars und Uli noch vor, diesem Fritzl etwas Merch von uns in den Knast zu schicken, was den ganzen Joke gut abrundete, mit englischem Humor können wir ja eh
recht gut.
In Graz angekommen lieferten wir erst mal unsere Instrumente ab und begaben uns alsbald zum Gasthof Bernthaler nach Deutschfeistritz, in dem wir untergebracht waren und welcher sich ca. 10 Km weit weg von der Location befand.
Gerade erst dort eingekehrt, tischte Rosi erst mal ein paar Schnitzel auf, damit wir uns so richtig den Wanst vollschlagen konnten. Ihrer Aufforderung „tut’s no gscheit essen!“ war es nicht schwer Folge zu leisten, Dickie und Steve aßen gleich mit den Händen, natürlich nur höflichkeitshalber, um etwas dreckiges Geschirr einzusparen und genossen ihre Privilegien als Rockstars genauso wie wir eben auch.
Später auf der Show fanden sich ca. 20 Leute ein, was nicht viel war, aber die Stimmung war gut, ich sag nur 1-2-3- Oberkörper frei!
Und der Laden war auch nicht wirklich groß, also sprich, es war voll.



Red Alert besorgten sich auf dem Rückweg nach Deutschfeistritz noch eine Palette Bier für die Nacht, für mich gab’s noch Hotelbesuch und alle waren zufrienden.




Mi, 29.04.09


Nach einem ausgiebigen Frühstück inmitten der erholsamen Idylle von Deutschfeistritz ging es anschließend weiter nach Dresden zur Chemiefabrik.



Auf dem Weg dorthin nahm Steve zum ersten Mal auf der ganzen Tour kein Bier an, was uns sehr wunderte, da er sonst immer eines am Start hatte.
Die Chemiefabrik, ein gewaltiger Komplex, in dem sich schon einige großartige Bands eingefunden haben, versprach durch ihren Eindruck eine gewaltige Show zu bieten,
versprach aber leider an diesem Abend zu viel.



Hier kamen leider auch nicht mehr als 20 Leute zusammen, die auch nicht sonderlich viel Begeisterung über uns und Red Alert zeigten, oder zeigen konnten, da am Vortag dort schon die Skatoons aufspielten und den Laden mit ihren Fans aus den Nähten platzen ließen,
wie uns berichtet wurde. Viel lustiger war dafür aber unsere kleine Privatparty im Anschluss, im Gebäude nebenan, in dem wir untergebracht waren.



Hier entwickelte sich wieder eine schöne Küchenparty, die Anlass dazu gab sich Gesichtsmasken mit Margerine und Wurstscheiben auf den Augen zu machen,
den Küchentisch vollzukotzen und weitere schöne Sachen.
Dies war wohl das erste Mal dass sich PDF ne Nummer schärfer daneben benommen hatten, als Red Alert. Nach morgentlicher Auswertung würde ich sagen 70 zu 30%.


Hasscontainer vs. Produzenten der Froide


Wer gewinnt, die Band, oder das Label? Entscheidet selbst:






Do, 30.04.09


Starten sollten wir heute gegen 11:00 und zwar zum Bastard Club nach Osnabrück.
Auf dem Weg fiel uns erst mal auf, dass die alten guten Tourregeln von Red Alert,
von wegen man darf während der Tour nicht duschen, oder da Heim anrufen,
ja ständig gebrochen wurden,
dies aber auch nicht so schlimm war, zumindest was ersteres betrifft.



Der Zwischenstop bei MC Donalds versprach, insgesamt betrachtet, den größten Saufraß auf der ganzen Tour. Also es gab echt immer gute Verpflegung, so auch in Osnabrück, wo nach Ankunft erst mal schön gegrillt wurde.
Die Show selbst war, wie alle bisherigen auch, einzigartig auf ihre Weise und klasse!
Als wir aufspielten tanzte da so ne Nervensäge mit „Wreckin Crew“- Shirt (wusste gar nicht dass es die jetzt auch schon bei KIK gibt…) vor uns recht provokativ rum und nahm des öfteren bedrohliche Haltungen an, was uns doch recht nervte.
Als er uns dann noch den Stinkefinger aus einer Entfernung von etwa 20 cm zeigte
und Davor im Anschluss noch vor die Füße spuckte, war für mich das Maß so dermaßen voll,
dass ich ihn kurzerhand umbashte und dann von der Bühne aus beim Weiterspielen beobachtete, wie man den Vogel raustrug.



Ich hatte ihn wohl direkt schlafen geschickt.
Ich weiß, Eigenlob stinkt, aber hierzu musste ich nicht mal meine Bassgitarre ablegen und ein Punch hat gereicht, so dass wir den Sound gar nicht unterbrechen mussten, ein nahtloser Übergang, wenn man so will.
Hatte echt keinen Bock auf weitere Überraschungen durch diesen Freak während unserer Show und außerdem war damit der letzte Funke übergesprungen, der nun ein Feuer in den Herzen des Publikums entfachte dass bis zum Ende unseres Auftritts noch anhielt.



Leider sollten Red Alert an diesem Abend nicht so viel Erfolg verbuchen,
da kackte nämlich die PA ab. Das Lars insgesamt dreimal unseren jetzt etwas verärgerten Steve wieder zurück auf die Bühne holte, sollte leider nicht viel ändern, die Leute verließen allmählich die Location und waren von dem technischen Problem, für das ja nicht wirklich jemand was kann, echt angenervt.



Nichts desto trotz feierten wir nach der ganzen Show noch ganz anständig und die letzten Anwesenden waren hartnäckig und partywillig. So besuchten wir noch eine
Beach-Party-Style-Discothek auf deren Weg es fast zum nächsten Ärger kam,
der kleine Frechdachs von der Nuttenstraße aber dann doch vor Uli gekuscht hat.



Untergebracht waren wir hier in 2 verschiedenen Wohnungen, von der eine extra vom Veranstalter bzw. einem der hiesigen Organisatoren von dort, ausschließlich für Bandunterbringungen angemietet wurde.





Fr, 01.05.09


Ausgeschlafen bis 13:00 wartete ich zusammen mit unseren britischen Freunden, auf einem Parkplatz im Hinterhof eines chinesischen Restaurants, auf den Rest unserer Reisegruppe und die ersten Biere waren schon geköpft. Auf ging es jetzt nach Krefeld zur Kulturrampe, wo uns auch ein sehr warmer Empfang erwartete.



Dort sollten dann auch Steves Frau,
Micks Freundin Jen, Micks Bruder Dave und dessen Freundin Amy eintreffen und uns auch noch bis nach Hamburg am darauffolgenden Tag begleiten.


Die Show in Krefeld war spitze für beide Bands von Anfang bis Ende!
Hier kamen ca. 150 Leute, oder mehr. Micks Bruder Dave geriet noch in einen kleinen Konflikt mit der Backstagetür, die er erfolgreich auseinandernahm, da war nämlich von beiden Seiten keine Türklinke angebracht und er hatte sich ausversehentlich eingeschlossen.



Nach unseren beiden Shows entschied man sich erneut nachts nicht so schnell auseinanderzugehen und fand sich in einer schmucken Kneipe in Krefeld wieder ein,
um noch etwas abzuhängen.



Untergebracht waren wir hier in 3 verschiedenen Privatwohnungen, die alle ein ausgiebiges Frühstück und sonstige Verpflegung boten.




Sa, 02.05.09


Trafen uns alle gegen 12:00 vor der Kulturrampe wieder, um den großen Showdown
im St. Pauli Clubheim in Hamburg anzutreten. Neil und Dickie tauchten mit einer halbvollen Flasche Pfeffi in der Hand auf und trugen lustige Aufkleber im Gesicht,
einen auf der Stirn und 2 als Kotletten. Beim Öffnen unseres Busses fiel uns nicht nur der sich mittlerweile schon erweiterte Gestank auf, sondern auch dass unser Bus von einer ganz schön großen Menge Fliegen heimgesucht wurde, die wirr umherflogen. Wo die herkamen konnte nicht ermittelt werden, aber schätzungsweise von der ganzen Biersiffe und anderen Köstlichkeiten auf dem Boden. Steve und Mick holten wir von einer Bahnhofskneipe in Krefeld ab und es konnte losgehen.



Der Weg nach Hamburg wurde zäher als zuerst angenommen, da die A1 gesperrt war und wir kurz pausieren mussten, da Steve den Bus vollgekotzt hatte. Die konstante Fahrerei war aber auch zum Kotzen, da gebe ich Steve Recht, aber leider unumgänglich.
Gegen 20:00, also viel zu spät, waren wir nun am Zielort St. Pauli Clubheim angelangt und machten uns gleich an die Arbeit alles aufzubauen, sowie den Soundcheck zu machen.



Wir und Red Alert gaben noch mal alles und schöpften unsere letzten Kraftreserven aus.
Die Show war ein voller Erfolg, ca. 300 Leute. Die St. Pauli Skins, die uns gebucht hatten,
waren alle saugut drauf und das aktive Publikum rundete den Erfolg der Auftritte sehr gut ab.



Special Guests und auf unserer Gästeliste waren Märtens, ein alter Freund der Band, der nun schon einige Jahre in Hamburg wohnt (von Stuttgart aus zugezogen) und Csiky, unser eigentlicher Merchandiser, der extra angereist war.



Gegen 02:00 packten wir dann langsam unsere Sachen zusammen und gaben den Startschuss zum Herumtreiben auf dem Kiez frei.
Hier sollte also nun unsere ereignisreiche Tour enden, doch nicht für Steve und die Anderen.
Mick, der Drumer von Red Alert wird nämlich morgen gegen 2 weitere Briten ausgetauscht so dass diese wiederum die Dipsomaniacs bilden, die nun noch 5 weitere Tage auf Tour mit unserer Backline gehen.
Alles in allem wieder eine gelungene erfolgreiche Tour, auf der wir viel Spaß hatten und die in unsere langjährige Bandgeschichte eine weitere eingebundene Trophäe darstellt.



Special Thanx to:

- Red Alert & friends
- Gimp Fist
- Bull Brigade
- Damiano, Payback, and friends
- Angelica
- All the Hooligans, Punx and Skins from Split
- Rosi und ihre Jungs vom Gasthof Bernthaler
- Eva Strange
- Den Taxifahrer von Graz (viel Spaß mit meinem Handy, Du Arsch!)
- Den Mischer von der Chemiefabrik in Dresden (sorry, Name vergessen)
- Den fiesen Friesen von Osnabrück + Friends
- Die Krefelder Skins und den Besitzer der Kulturrampe,
sowie die nette Schwäbin hinter der Theke
- Maike und Pierre
- Die guten St. Pauli Skinheads
- Und natürlich alle anderen Leute, die in der Küche, hinter der Theke,
an der Tür usw. alles gegeben haben, ihr wart klasse!


Lieblingssprüche auf unserer Tour:

- C’ mon Tiger!
- Oi! It’s the Iron Man, Steve!
- Lülülülülülülülülülü…!
- Ey Alder, brauchst Du’n Loch in Kopp, oder wat?
- What do you think about my shoes?
- …miterer Leggings!
- Kannsch jetzt mal bidde dei Fress halde?
- Oh, oh, Freunde…
- Cheers son!
- Was ist das?
- Let’s spend some days in the menthal hospital!
- Come estas?
- Ich hol’n raus, mit Lachs druff!
- Mach mal Grillwurst fertig! Aber lecker!


written by Satisfaction Smily.